Molokai und Lanai

Hawaiis vergessene Paradiese

Zwei Inseln, die die Zeit vergessen hat

Während Oahu mit seiner pulsierenden Energie und Maui mit seinen weltberühmten Stränden die meisten Besucher anziehen, schlummern zwei Inseln im Herzen des Archipels, die Hawaii zeigen wie es einmal war – ursprünglich, authentisch und fernab vom Massentourismus. Willkommen auf Molokai und Lanai, Hawaiis bestgehüteten Geheimnissen!

Molokai – Die freundlichste Insel

Molokai trägt den Beinamen „The Friendly Isle“ – und das zu Recht. Mit knapp 7.000 Einwohnern und ohne ein einziges Gebäude das höher als eine Kokospalme ist, hat diese Insel dem modernen Tourismus erfolgreich widerstanden. Hier gibt es keine großen Hotelketten, keine Einkaufszentren und keine überfüllten Strände – dafür aber echtes Hawaii, wie es nur noch wenige kennen.

Die Klippen von Molokai

An der Nordküste erheben sich die höchsten Meereskillippen der Welt – bis zu 1.000 Meter steil aus dem Pazifik. Ein Anblick der buchstäblich den Atem verschlägt! Die Kalalau-Klippen auf Kauai sind berühmt, aber die Klippen Molokais übertreffen sie bei weitem. Am besten erlebt man sie von einem Ausflugsboot oder – für Abenteuerlustige – per Maultier-Trek hinunter nach Kalaupapa.

Kalaupapa – Geschichte die unter die Haut geht

Am Fuß dieser gewaltigen Klippen liegt Kalaupapa, eine der bewegendsten Stätten ganz Hawaiis. Hierher wurden im 19. Jahrhundert Menschen mit Lepra verbannt – abgeschnitten von der Welt durch die unüberwindbaren Klippen. Heute ist Kalaupapa ein Nationalpark und ein stilles Mahnmal für Menschlichkeit, Würde und den belgischen Priester Father Damien, der sein Leben dem Dienst an den Kranken widmete. Ein Besuch hier verändert die Perspektive – garantiert.

Papohaku Beach – Drei Meilen Einsamkeit

Auf der Westseite der Insel erstreckt sich Papohaku Beach über fast fünf Kilometer weißen Sand – einer der längsten Strände ganz Hawaiis. Und das Beste? Man hat ihn meistens fast für sich allein! Kein Liegestuhlvermieter, kein Souvenirladen, nur Sand, Meer und Stille. Für alle die das echte Inselparadies suchen ist das der Jackpot!

Papohaku Beach
Halawa Valley

Halawa Valley – Wo Hawaii beginnt

Im Osten der Insel liegt das Halawa Valley, eines der ältesten bewohnten Täler Hawaiis. Üppige Vegetation, rauschende Wasserfälle und eine Ruhe die man fast physisch spüren kann. Eine Wanderung durch das Tal zu den Moaula Falls gehört zu den schönsten und authentischsten Erlebnissen die Hawaii zu bieten hat – und ist dabei kaum bekannt!

Lanai – Von der Ananasplantage zum Luxusparadies

Lanai hat eine erstaunliche Wandlung hinter sich. Einst die größte Ananasplantage der Welt – heute ein exklusives Reiseziel das Ruhe, Natur und unvergessliche Erlebnisse verspricht. Mit nur 3.000 Einwohnern und zwei der luxuriösesten Hotels Hawaiis ist Lanai eine Insel der Gegensätze – und genau das macht sie so faszinierend.

Lanai City – Klein aber fein

Das Herzstück der Insel ist Lanai City, ein malerisches kleines Städtchen mit bunten Holzhäusern, einem zentralen Park und einem Charme der an vergangene Zeiten erinnert. Hier trifft man die echten Einwohner, trinkt Kaffee in kleinen Cafés und spürt den Puls einer Insel die ihr eigenes Tempo lebt. Ein Spaziergang durch Lanai City ist wie eine Reise zurück in die Vergangenheit – im besten Sinne!

Garden of the Gods – Marslandschaft auf Hawaii

Kaum zu glauben aber wahr – auf Lanai gibt es eine Mondlandschaft! Der „Keahiakawelo“ oder Garden of the Gods ist ein surreales Feld aus roten und orangefarbenen Felsformationen das aussieht als wäre es einem anderen Planeten entsprungen. Besonders bei Sonnenuntergang wenn das rote Licht die Felsen in glühendes Gold taucht ist dieser Ort von einer anderen Welt. Definitiv einen Abstecher wert!

Garden of the Gods
Hulopoe Bay

Hulopoe Bay – Schnorcheln im Paradies

Die Hulopoe Bay auf der Südseite Lanais gilt als eine der schönsten Buchten ganz Hawaiis – und das ist kein leeres Versprechen! Kristallklares Wasser, ein wunderschöner Sandstrand und ein reiches Meeresleben machen diese Bucht zum absoluten Highlight. Spinner-Delfine sind hier häufige Gäste und manchmal tauchen sogar Mantarochen auf. Wer schnorcheln möchte – hier ist der richtige Ort!

Shipwreck Beach – Abenteuer pur

Für Abenteuerlustige hat Lanai noch ein besonderes Schmankerl: Shipwreck Beach an der Nordküste, wo das Wrack eines alten Frachters im flachen Wasser rostet. Ein einsamer langer Strand, raue Natur und das geheimnisvolle Wrack – das ist Hawaii von seiner wilden ungezähmten Seite!

Molokai & Lanai – Für wen sind diese Inseln?

Beide Inseln sind perfekt für Reisende die:

  • 🌿 Authentisches Hawaii abseits der Touristenpfade suchen
  • 🤫 Ruhe und Einsamkeit einem belebten Strandleben vorziehen
  • 🌊 Natur pur erleben möchten
  • 📸 Unvergessliche Fotos an kaum bekannten Orten machen wollen
  • 💚 Nachhaltiges Reisen schätzen

Praktische Tipps

Anreise: Beide Inseln sind per Kleinflugzeug von Honolulu oder Maui erreichbar – der Flug dauert nur 20-30 Minuten und ist selbst schon ein Erlebnis!

Beste Reisezeit: April bis Oktober – weniger Regen, angenehmere Temperaturen.

Mietwagen: Unbedingt empfehlenswert! Öffentliche Verkehrsmittel gibt es kaum. Auf Lanai sind Jeeps ideal da viele Straßen unbefestigt sind.

Unterkunft Molokai: Kleine B&Bs und Ferienhäuser – kein Luxus aber dafür authentisch und herzlich.

Unterkunft Lanai: Entweder die luxuriösen Four Seasons Hotels oder gemütliche Gästehäuser in Lanai City.

Fazit – Trau dich!

Molokai und Lanai sind nicht für jeden – und genau das ist ihr größter Vorzug! Wer bereit ist die ausgetretenen Touristenpfade zu verlassen wird mit einem Hawaii belohnt das die meisten Besucher nie zu Gesicht bekommen. Ursprünglich, ehrlich und unvergesslich – diese zwei Inseln werden dich nicht loslassen!

Aloha & bis bald auf Molokai oder Lanai! 🌺🤙

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