Molokai – Hawaiis geheime Insel: Ein Paradies abseits der Massen

Wenn von Hawaii die Rede ist, denken viele sofort an Oahu, Maui oder Big Island. Doch mitten im Pazifik liegt ein verborgenes Juwel, das selbst viele Hawaii-Kenner kaum auf dem Schirm haben: Molokai. Die Insel gilt als das „ursprüngliche Hawaii“ und bietet eine faszinierende Mischung aus unberührter Natur, bewegender Geschichte und authentischer hawaiianischer Kultur. In diesem Beitrag erfährst du, warum Molokai mehr als nur ein Geheimtipp ist – und welche Erlebnisse du garantiert nicht auf jeder Website findest.

Molokai auf einen Blick

Molokai ist mit rund 673 km² die fünftgrößte Insel Hawaiis, aber mit nur etwa 7.400 Einwohnern die am dünnsten besiedelte. Es gibt keine Ampeln, keine Hochhäuser und keine großen Hotelketten. Die Zeit scheint hier langsamer zu vergehen – und genau das macht den Charme der Insel aus.

Die längste Meeresklippe der Welt

Wusstest du, dass Molokai die höchsten Meeresklippen der Welt besitzt? Die Klippen an der Nordküste ragen bis zu 1.010 Meter senkrecht aus dem Ozean empor. Sie sind nur per Boot, Helikopter oder auf einer anspruchsvollen Wanderung zu erreichen. Besonders spektakulär ist der Blick vom Kalaupapa Overlook – ein Ort, der nicht nur landschaftlich, sondern auch historisch beeindruckt.

Kalaupapa – Ein Ort der bewegenden Geschichte

Molokai ist untrennbar mit der Geschichte der Leprakolonie Kalaupapa verbunden. Im 19. Jahrhundert wurden hier Menschen mit Lepra (Hansen-Krankheit) zwangsweise isoliert. Heute ist Kalaupapa ein National Historical Park, der nur mit einer geführten Tour besucht werden kann. Die Geschichten der Bewohner, insbesondere von Pater Damien, der sich aufopferungsvoll um die Kranken kümmerte, sind tief bewegend und machen Molokai zu einem Ort der Erinnerung und Menschlichkeit.

Die „Friendly Isle“ und ihre Menschen

Molokai wird oft als „The Friendly Isle“ bezeichnet – und das zu Recht. Die Bewohner sind stolz auf ihre Wurzeln und leben die hawaiianische Tradition des Aloha-Spirits. Hier grüßt man sich auf der Straße, und Besucher werden schnell Teil der Gemeinschaft. Viele Familien leben seit Generationen auf der Insel und pflegen alte Bräuche, wie das Fischen mit traditionellen Netzen oder das Herstellen von Taro in den uralten Feuchtfeldern von Halawa Valley.

Halawa Valley – Das grüne Herz Molokais

Das Halawa Valley ist einer der ältesten dauerhaft besiedelten Orte Hawaiis. Hier findest du nicht nur üppige Vegetation und versteckte Wasserfälle, sondern auch die Überreste uralter hawaiianischer Tempel (Heiau). Besonders einzigartig: Du kannst an einer geführten Wanderung mit Nachfahren der ursprünglichen Bewohner teilnehmen, die ihre Geschichten und das Wissen um die Pflanzenwelt teilen – ein Erlebnis, das es so nur auf Molokai gibt.

Halawa Valley – Das grüne Herz Molokais

Das Halawa Valley ist einer der ältesten dauerhaft besiedelten Orte Hawaiis. Hier findest du nicht nur üppige Vegetation und versteckte Wasserfälle, sondern auch die Überreste uralter hawaiianischer Tempel (Heiau). Besonders einzigartig: Du kannst an einer geführten Wanderung mit Nachfahren der ursprünglichen Bewohner teilnehmen, die ihre Geschichten und das Wissen um die Pflanzenwelt teilen – ein Erlebnis, das es so nur auf Molokai gibt.

Kein Massentourismus – dafür echte Abenteuer

Auf Molokai gibt es keine großen Resorts, keine Shopping-Malls und kein Nachtleben. Dafür aber endlose Strände, an denen du oft ganz allein bist, wie der Papohaku Beach – einer der längsten Sandstrände Hawaiis. Die Insel ist ein Paradies für Wanderer, Kajakfahrer und Naturliebhaber. Besonders spannend: Die Erkundung der alten Fischteiche (Fishponds), die von den Ureinwohnern vor Jahrhunderten angelegt wurden und heute noch funktionieren.

Nachhaltigkeit und Selbstversorgung

Molokai ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Viele Bewohner leben von dem, was die Insel hergibt: Fisch, Taro, Obst und Gemüse. Es gibt zahlreiche kleine Farmen, die auf Permakultur setzen. Besucher können an Farm-Touren teilnehmen und lernen, wie nachhaltige Landwirtschaft im Einklang mit der Natur funktioniert – ein Thema, das auf den anderen Inseln oft zu kurz kommt.

Praktische Tipps für deinen Molokai-Trip

» Anreise: Molokai ist per Flugzeug von Oahu oder Maui erreichbar. Es gibt keine Direktflüge vom US-Festland.

» Mobilität: Am besten mietest du ein Auto, um die Insel flexibel zu erkunden.

» Respekt: Molokai ist stolz auf seine Traditionen. Bitte respektiere die Privatsphäre der Einheimischen und die heiligen Stätten.

» Unterkünfte: Es gibt kleine Hotels, Ferienhäuser und Bed & Breakfasts – frühzeitig buchen lohnt sich!